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Psychologische Sicherheit in agilen Teams: Warum eure Zeremonien nur so gut sind wie euer Vertrauen

Matt Lewandowski
Zuletzt aktualisiert am 14/02/20268 Min. Lesezeit
Was psychologische Sicherheit wirklich bedeutet
- Angst, unwissend zu wirken, also stellen sie keine Fragen
- Angst, inkompetent zu wirken, also geben sie keine Fehler zu
- Angst, negativ zu wirken, also äußern sie keine Bedenken
- Angst, als störend wahrgenommen zu werden, also hinterfragen sie keine Entscheidungen
Die Datenlage
Wie mangelnde Sicherheit jede Zeremonie sabotiert
Schätzungen werden zum Ankern

- Schätzungen gruppieren sich um den Wert, den die erfahrenste Person genannt hat
- Niemand stellt klärende Fragen zu unklaren Anforderungen
- Das Team akzeptiert den Sprint-Umfang ohne Widerspruch und verfehlt ihn dann regelmäßig
- "Das kriegen wir schon hin" ersetzt die ehrliche Diskussion über Unbekanntes
Retros werden zu umgekehrten Leistungsbeurteilungen
- Es werden nur Organisatorisches besprochen, nie Prozess- oder zwischenmenschliche Themen
- "Alles war gut" ist der Konsens, der den Sprint-Metriken widerspricht
- Dieselben Probleme tauchen Sprint für Sprint auf, ohne Fortschritte
- Neue oder Junior-Teammitglieder sprechen nie
Standups werden zu Statusberichten
- Allgemeine Updates: "Das Gleiche wie gestern"
- Niemand meldet Blockaden
- Zwei oder drei Leute reden; alle anderen geben einzeilige Updates
- Leute berichten über Geschäftigkeit statt ehrlich über den Stand
Das Zombie-Scrum-Problem

Was wirklich hilft
Strukturelle Veränderungen
Verhaltensänderungen
Asynchron als Sicherheitsventil
Fortschritte messen
- Werden Blockaden während des Sprints sichtbar gemacht oder erst beim Sprint Review?
- Sprechen die Leute Probleme in Gruppensettings an oder nur in Einzelgesprächen?
- Ändern sich die Retro-Maßnahmen von Sprint zu Sprint oder wiederholen sie sich?
- Melden sich neue Teammitglieder innerhalb ihrer ersten Sprints zu Wort?